Das Konzept des vollständigen Rückbaus sieht vor, den Reaktorbehälter nach der Verfüllung mit Porenleichtbeton, als Einheit aus seiner Position herauszuheben und ihn in ein Zwischenlager zu transportieren. Eine Zerlegung in seiner heutigen Position, auch nach einer Abklingzeit von mehr als 60 Jahren, wäre nur mit unangemessenem, hohem Aufwand möglich. Die Einlagerung in das Endlager Konrad (sofern zu diesem Zeitpunkt noch in Betrieb) kommt, bedingt durch den hohen C14 Gehalt der keramischen Einbauten, ebenfalls nicht in überschaubarer Zeit in Frage. Somit ist ein Zwischenlager außerhalb des AVR-Geländes die einzige technische und wirtschaftliche Lösung um den Vollständigen Abbau (Grüne Wiese) herbeizuführen. Dieses Zwischenlager wird in ca. 200 m Entfernung auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich entstehen. Nach entsprechender Abklingzeit ist dann die Erweiterung dieses Zwischenlagers geplant. Der dann neu zu errichtende Anbau wird mit einer entsprechenden Infrastruktur versehen, die eine Zerlegung des Reaktorbehälters in endlagerfähige Größen gestattet.
Geplanter Baubeginn des Zwischenlagers ist im Frühling 2009.