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Kernbrennstoff

Volle Kanne!

Mit Erhalt der Genehmigung im Frühjahr 1994 begann die Entnahme der Brennelemente. Diese fand, wie im Leistungsbetrieb auch, über die vorhandene Beschickungsanlage statt. Jeweils 50 Kugeln wurden in eine "Brennelementkanne" abgefüllt, welche zur Weiterbehandlung dem Forschungszentrum Jülich überstellt wurde. Die Dauer der insgesamt vierjährigen Entladungsphase der etwa 100.000 Brennelemente lässt sich auf vier Hauptursachen zurückführen.

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Versuch am Ringbahnmodell

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Brennelementkannen im Ringbahnmodell
vollautomatische Entnahme abgebrannter Brennelemente
  • Gegen Betriebsende bestand das Core des AVR etwa zur Hälfte aus Brennelementen mit niedrig angereichertem Kernbrennstoff. Diese durften seitens des Forschungszentrums Jülich aus genehmigungstechnischen Gründen zunächst nicht angenommen werden. Hieraus resultierte eine selektive Entnahme einzelner Brennelementtypen, die später mangels Masse wieder eingestellt wurde. Erst ungefähr ein Jahr nach Beginn der Entladung erhielt das FZJ die Genehmigung zur Annahme aller AVR-Brennelementtypen.
  • Die selektive Entladung musste zeitweise eingestellt werden, da die Aufsichtsbehörde die Zuverlässigkeit der Selektionsmessung bei AVR in Frage stellte und Stichprobenuntersuchungen verlangte. Dabei wurde das AVR-Verfahren in vollem Umfang rehabilitiert.
  • Durch erhöhtes Staubaufkommen nahm in der Schlussphase der Entladung die Störanfälligkeit der Beschickungsanlage zu.
  • Ein defekter Schlitten blockierte das Transportsystem der Brennelementkannen. Für dessen Reparatur war zunächst die Bergung aller gefüllten Brennelementkannen notwendig. Dies war aufgrund der räumlichen und radiologischen Gegebenheiten nur unter Zuhilfenahme eines fern bedienten Manipulatorfahrzeuges. Das Verfahren selbst wurde vorher an einem 1:1 Modell erprobt.

 

Sowohl das Core als auch die Beschickungsanlage wurden im Anschluss auf ihre Brennelement- und  Bruchstückfreiheit hin untersucht.

Letzte Aktualisierung: 24.11.2009