Fertiggestellte Endlagergebinde werden bei HDB bis zur Abgabe an ein Endlager sicher verwahrt. Die gesamte Lagerkapazität beträgt 77.000 m3; Mitte 2009 waren davon ca. 60.000 m3 belegt.
Das deutsche Entsorgungskonzept sieht zwei Endlager für radioaktive Stoffe vor, getrennt in wärmeentwickelnde Abfälle und Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung. Letztere beinhalten schwach- und mittelradioaktive Abfälle und stellen mengenmäßig den Hauptanteil der anfallenden Gebinde. Für diese Abfälle ist in Deutschland das Endlager KONRAD bei Salzgitter vorgesehen.
Zur Einlagerung kommen Gebinde in zylindrischen Behältern und rechteckigen Containern mit einem maximalen Einzelgewicht von 20 Mg. Je nach ra-
diologischem Zustand der Abfälle kommen Verpa-
ckungen aus verschiedenen Materialien unter-
schiedlicher Wandstärke zum Einsatz. Maßgebend für die Wahl der Verpackung ist, dass die maximal zulässige Dosisleistung an den Gebindeaußenflächen einen Wert von 2 mSv/h nicht überschreitet. Die Behälter müssen für die Einlagerung zugelassen sein. Bei HDB werden die Gebinde für die Einlage-
rung in KONRAD vorbereitet. Dazu gehören Produktkontrollmaßnahmen und das Vergießen der Behälter.