27.06.2011 - Funktionsstörung an einem Kran in einem Hilfsgebäude für den Rückbau
Am 23.05.11 hat ein Kran in einem Hilfsgebäude für den Rückbau beim Transport eines Abfallfasses mit radioaktiven Reststoffen die Katzfahrt ohne Schalthandlung gestoppt. Das angeschlagene Gebinde wurde abgesenkt und am 24.05.11 mit einem zusätzlich vorhandenen Fernhantierungsgerät geborgen.
Eine Überprüfung durch den Hersteller lässt auf einen Defekt der mechanischen Antriebskomponenten schließen. Die Reparatur des Kranes kann erst nach Abschluss der zurzeit laufenden Arbeiten in dem Raum erfolgen.
Das Ereignis wurde der Aufsichtsbehörde und dem Gutachter gemäß Melderegelung mitgeteilt. Auswirkungen auf die Umgebung, die Anlage und das Personal waren zu keinem Zeitpunkt möglich.
Das Ereignis wurde nach der für WAK gültigen Melderegelung als Normalmeldung (Kategorie N) eingestuft. Nach der internationalen Skala zur Bewertung von Ereignissen (INES) wurde das Ereignis der Stufe 0 (unterhalb der Skala, keine sicherheitstechnische Bedeutung) zugeordnet.
| Radionuklide und Aerosole | Monatswerte Bq |
Summe 2010 Bq |
% der zulässigen Jahresgrenzwerte |
| Alpha-Aerosole | 1,66*104 | 3,26*104 | 0,04 |
| Beta-Aerosole | 5,67*105 | 1,04*107 | 0,28 |
| Iod-129 | 8,70*103 | 4,18*104 | 0,04 |
| Iod-131 | 0 | 0 | 0 |
| Edelgase (Rechenwert) |
8,33*109 | 3,33*1010 | 3,33 |
Im April 2011 haben 417 im Projekt StiWAK überwachte Personen eine Kollektivdosis von 5,77mSv aufgenommen. Dabei beträgt die mittlere Einzeldosis 0,014 mSv und die maximale Einzeldosis 0,292 mSv.
Zum Vergleich: Der zulässige Jahresgrenzwert für eine beruflich strahlenexponierte Person ist auf 20 mSv festgelegt.
Im April 2011 hat das Projekt StiWAK 23,3 t feste radioaktive Reststoffe mit einer Aktivität von 1,61*1012 Bq Alpha und 9,34*1012 Bq Beta und 5,0 t flüssige radioaktive Reststoffe mit einer Aktivität von 2,91*106 Bq Alpha und 2,30*108 Bq Beta an die Hauptabteilung Dekontaminationsbetriebe abgegeben. Nach §29 StrlSchV wurden im April 2011 keine Reststoffe freigegeben.