31.05.2011 - Thermoelement eines nicht mehr betriebenen Verdamfers in der VEK weist Spuren von Radioaktivität auf
Zur Vorbereitung einer Dosisleistungsmessung im Rahmen der Rückbauplanung der Verglasungsanlage VEK wurde am 22.03.2011 ein Thermoelement einer Messstelle an einem der beiden MAW-Verdampfer aus dem Hüllrohr gezogen. Bei dem dabei routinemäßig durchgeführten Wischtest wurde eine geringe radioaktive Kontamination an der Spitze des Thermoelements festgestellt. Aufgrund dieses Befundes wurde das Thermoelement wieder in das Hüllrohr eingeschoben. Eine Dichtheitsprüfung des Hüllrohrs gegenüber dem Verdampfer und dem Raum ergab keinen Befund.
Da der Verdampfer nicht mehr betrieben wird und der Verglasungsbetrieb in der VEK abgeschlossen ist, sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Die Funktion der Messstelle wird durch die festgestellte Kontamination nicht beeinträchtigt.
Das Ereignis wurde der Aufsichtsbehörde und dem Gutachter gemäß Melderegelung mitgeteilt. Auswirkungen auf die Umgebung, die Anlage und das Personal waren zu keinem Zeitpunkt möglich.
Das Ereignis wurde nach der für WAK gültigen Melderegelung als Normalmeldung (Kategorie N) eingestuft. Nach der internationalen Skala zur Bewertung von Ereignissen (INES) wurde das Ereignis der Stufe 0 (unterhalb der Skala, keine sicherheitstechnische Bedeutung) zugeordnet.
| Radionuklide und Aerosole | Monatswerte Bq |
Summe 2010 Bq |
% der zulässigen Jahresgrenzwerte |
| Alpha-Aerosole | 6,68*103 | 1,61*104 | 0,02 |
| Beta-Aerosole | 6,42*106 | 9,87*106 | 0,27 |
| Iod-129 | 1,59*104 | 3,31*104 | 0,03 |
| Iod-131 | 0 | 0 | 0 |
| Edelgase (Rechenwert) |
8,33*109 | 2,50*1010 | 2,50 |
Im März 2011 haben 463 im Projekt StiWAK überwachte Personen eine Kollektivdosis von 7,67 mSv aufgenommen. Dabei beträgt die mittlere Einzeldosis 0,017 mSv und die maximale Einzeldosis 0,376 mSv.
Zum Vergleich: Der zulässige Jahresgrenzwert für eine beruflich strahlenexponierte Person ist auf 20 mSv festgelegt.
Im März 2011 hat das Projekt StiWAK 30,6 t feste radioaktive Reststoffe mit einer Aktivität von 7,18*1011 Bq Alpha und 4,52*1012 Bq Beta an die Hauptabteilung Dekontaminationsbetriebe abgegeben. Flüssige radioaktive Reststoffe wurden im März 2011 nicht abgegeben. Nach §29 StrlSchV wurden weitere 2,3 t Reststoffe freigegeben.