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Historie - Vom Betrieb zum Rückbau

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Brennelemente-Entladung

Die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe war eine Versuchsanlage, deren technische Auslegung und Größe so gewählt wurden, dass eine Übertragung der Betriebserfahrungen auf eine großtechnische Anlage möglich war. In der WAK sind bis Ende 1990 in 31 Kampagnen rund 207 Mg abgebrannter Kernbrennstoff aus sieben Kernkraftwerken, einem Forschungs- und einem Schiffsreaktor mit Abbränden bis über 40 GWd/t Uran wiederaufgearbeitet worden. Dabei wieder gewonnenes Uran und Plutonium wurde zur Weiterverarbeitung an Firmen des Brennstoffkreislaufes ausgeliefert. Das Verhalten des Brennstoffs bei der Wiederaufarbeitung wird sehr stark durch das Aktivitätsinventar bestimmt. Da Kühlzeit, Abbrand und spezifische Aktivität der behandelten Brennelemente sehr unterschiedlich waren, konnten mit ihrer Aufarbeitung Erfahrungen von großer Spannweite gesammelt werden. Das Know-how zum Bau einer großtechnischen Anlage, wie zuletzt in Wackersdorf geplant, war vorhanden.

Im Juni 1989 verzichtete die deutsche Elektrizitätswirtschaft auf den Weiterbau der Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf. Hiermit war auch die Einstellung des Wiederaufarbeitungsbetriebes in Karlsruhe verbunden. Ende 1991 wurde ein Vertrag über die Stilllegung, den Rückbau und die Entsorgung der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe unterzeichnet.

Letzte Aktualisierung: 25.03.2010